Schlaf gut!

Das Thema Schlaf ist außerordentlich vielseitig. Ungelöste oder innere Konflikte können ebenso eine Rolle spielen wie HSP-, Umgebungs- oder medizinische Faktoren. Bei Verdacht auf anhaltende Schlafstörungen, wende Dich bitte an erfahrene Fachleute für sanfte Therapie und Medizin oder per Überweisung an ein Schlaflabor.  Ein „aus dem Lot“ geratenes Zell- und Nervensystem zu harmonisieren, kann eine Weile dauern und benötigt etwas Geduld. Doch es gibt vielerlei Methoden.

Auf dieser Seite findest Du viele Tipps für erholsamen Schlaf. Nimm Dir Zeit!

(K)Ein/Aus-Schaltknopf…

 Tagsüber – Vertrautheit, Gesundheit, entspanntes Sein.
 Abends  –  Tipps zur individuellen Schlafumgebung.
 3-4 Stunden vor dem Zubettgehen – Vermeide …
 2-3 Stunden vor dem Zubettgehen – Vermeide …
 1-2 Stunden vor dem Zubettgehen – Verzichte …
 ½ Std. vor dem Zubettgehen – Gewohnheiten können helfen
 Nächtliches Erwachen – Tipps zum anderen Umgang
 Körperspürsinn   – …für Zyklen und Rhythmen des Jahres

Mond und mehr

Foto: © JES2024. Mond.

(K)Ein-/Aus-Schaltknopf ? 

Unser Körper ist generell kein Ein/Aus-Schaltknopf.  Jeder Körper ist individuell empfindsam. Der jeweilige Chronotyp entscheidet, wann wir uns leistungsfähig fühlen und wann und wie wir schlafen: Lerche, Eule… nach Dr. Michael J. Breus, Bären, Wölfe, Löwe und Delfin** (nur 10 %). Letzterer kennt häufige Schlafschwierigkeiten aufgrund seiner feinen Empfangsantennen. Übrigens, bei Delfinen – den echten Meerestieren – schläft nur eine Hälfte des Gehirns. 

Manche feinfühligen Menschen spüren deutlich die verschiedenen Rhythmen und Frequenzen, in die wir als Teil der Natur eingebunden sind (Nächtliches Erwachen s.u.). Ihr Zellsystem verfügt über eine hohe Sensitivität, scheint prägsamer, vulnerabler und Wahrnehmung sowie Interozeption/Viszerozeption zeigen sich meist rascher und klarer. 

Foto: © JES2018. Gas weg! 

   Tagsüber – entspanntes Sein

  • Hilfreich können gleichbleibende Tages-Rhythmen sein – extrovertierte Menschen können ihre Abwechslung im Tun finden
  • Wie können wir den Tag überhaupt begrüßen, angenehme Morgen-Routinen erschaffen und bewusst genießen?
  • Körper und Geist nach dem Aufstehen live zeigen, dass es Morgen ist: Genieße 20 Atemzüge Morgenluft mit offenem Fenster
  • Mini-Workout um den Körper zu spüren und ihm zu zeigen, dass es Morgen ist
  • Eventuelle Tages-Ziele durchgehen (und keinesfalls zu viele/zu hohe setzen) – ggf. neu priorisieren 
  • Vielleicht eine vertraute Tasse mit guter Erinnerung, in der sich mit Lieblings-Kaffee-/Tee, Müsli etc. genüsslich frühstücken lässt…
  • Mini-Freude bei kleinen Dingen, die den Weg kreuzen, gesehen/gehört/gespürt… werden wollen: z.B. Wind als Gruß auf der Haut
  • Die Südländer wussten es: Die „Siesta“ von 15-20 Min. kann ein Powernap sein (für ‚Delfine‘ jedoch nicht!), s.u. Literatur u. Studien
  • Zyklen und Rhythmen: Ultradiane Rhythmen zeigen, nach etwa 90 Min. Leistung brauchen wir Pause (nicht nur Schulkinder!)
  • Körpersysteme „funktionieren“ besser mit regelmäßiger Wasser-/Nahrungszufuhr – spüre wie Du Gehirn + Körper unterstützen kannst
  • Spürst Du die Grenzen Deiner Leistungsfähigkeit früh genug? Versuche Deine Grenzen zu wahren: pausiere, besinne Dich, atme durch
  • Das Gehirn genehmigt sich bei Multitasking Zusatz-Zeit! Statt gedankenlos und nebenbei – bringe daher lieber Bewusstsein in Dein Tun  
  • Gelingt es Versöhnlichkeit, Dankbarkeit und Geduld, in die eigene Welt zu bringen? Mit Wut, Ärger, Angst lebt (und schläft) sich schlecht
  • Es hilft der inneren Harmonie, Stück für Stück Dich und die Welt anzunehmen – Wertung und Urteile weniger werden zu lassen
  • „Lachen ist die beste Medizin“, sagt man und das stimmt sogar: Humor hilft beim Entspannen! 🤓 Was lässt Dich schmunzeln? 
  • Nervennahrung: Unterstütze Dich am Tag optimal mit Lebensmitteln, die viel L-Tryptophan enthalten. L-Tryptophan (=Aminosäure) wandelt sich zu 5-HTP, was über die gehirneigene Synthese (Produktion) zum „Glückshormon“ Serotonin wird, das bei Dunkelheit in der Zirbeldrüse dann zum Schlafhormon Melatonin umgebaut wird. Helfen kann dabei z.B. Dinkel, Hafer(-flocken), Hirse, (Buch-)Weizen, Gerste z.B. in Tsampa-Brei wie er in Tibet und Nepal im Himalaya gegessen wird, Vollkornbrot, Knäckebrot, Mandeln, Nüsse aller Art besonders Erdnussmus (Bio-Qualität), Bananen, Eier, Nudeln, Leinöl (für kalte Speisen), Speisequark, Brie-Käse, Linsen, Erbsen, Kohl, Kichererbsen, Mais (Bio-Qualität). Ab 18 h eher Leichtes, Protein statt Fett. Jasmin-Reis am Abend ermöglicht raschere Aufnahme von Tryptophan (da hoher glykämischer Index) und soll die Einschlafgeschwindigkeit halbieren, auch Bratkartoffeln gelten als hilfreich (hoher Tryptophan Gehalt).
    Die Herstellung von Serotonin wird jedoch, laut heutigem Stand der Wissenschaft, durch Extremstress (hoher Stresshormonspiegel), durch starke Blutzuckerschwankungen oder den Mangel an Vitalstoffen (Magnesium, Zink, Vitamin C, B6 und B12) erschwert
  • Meist spüren wir selbst, was uns gut tut und gesund hält. Prüfe dies eventuell mit guten Ernährungsexperten oder Medizinern 

Foto: © JES2024. Agh.

Individuelle Vorbereitung – prüfe was hilfreich wäre

  • Kurzer gemütlicher Spaziergang an frischer Luft, kann unser Gehirn beruhigen (Stresshormone aktivieren Herz und Gehirn). 
  • Ist Dein Raum und das Drumherum weitestgehend in Ordnung‘? Dies, wie auch ungelöste Konflikte, kann das Unbewusste spüren
  • Ist es ruhig und angenehm abgedunkelt im Raum? Sonst lege Dir weiche Ohrenstöpsel und weiche Schlafmaske bereit
  • Stress/Angst? Verhaltenstherapeuten empfehlen „Therapiedecken“/Gewichtsdecken; Tipp: keine Metallkügelchen (sie „leiten“)
  • Ein Schlafsack kann für ein „Kokon-/Nest-„Gefühl sorgen. Er sollte nicht zu eng sein
  • Für die meisten Menschen in unseren Breiten sind für den Nachtschlaf 16-19 Grad Celsius optimal (Fahrenheit: 61-66)
  • Prüfe, falls Du unbewusst Vieles wahrnimmst, ob Du in Räumen/Wäsche mit sanften, gedeckten Farben besser schlummerst
  • …und ob Handy/elektrische Geräte nachts im Raum wirklich notwendig sind – auch wenn Du deren Energien nicht (bewusst) spürst
  • Wäge ab, ob Du nachts auf Uhr/Wecker schauen willst (oder diese – vielleicht wie eine Sorge – weit vom Bett entfernt platzierst)
  • Angenehm warme Füße erleichtern das Einschlafen. Wärmflasche mit kuschligem Überzug oder Fußbad s.u. können helfen
  • Bequeme Schlafkleidung ohne Chemikalienbehandlung, kann sich für Haut, Lunge und Nase wohlig anfühlen
  • Bei kleinem Raum eignen sich Aloe Vera, Bogenhanf und Geldbaum – sie filtern Schadstoffe aus der Luft und produzieren Sauerstoff
  • Ist Dein Kissen in angenehmer Höhe und aus natürlichen Materialien? Leinen sowie Seiden-Inlays gelten als hypoallergen.
  • Positive Affirmation auf kleinem Zettel unters Kopfkissen legen, z.B.  ‘ruhiger Schlaf‘; ‘Mein Schlaf ist ruhig und erholsam‘
  • Prüfe, ob Du Dein Bett wirklich für PC-Arbeit, zum Lesen oder Essen nutzen musst – denn das Gehirn erinnert derlei Dinge oft
  • Wähle Deine Matratze mit Bedacht, weder zu hart, noch zu weich
  • Stichpunkte in Tagebuch/Heft zum Tag schreiben – eigene Gefühle und einen Wunsch dazu, das wirkt entlastend
  • Tagebuch-Rubrik: „Dankbarkeit + Mini-Freuden“ nicht vergessen …  sicher finden sich 2 angenehme Dinge
  • Am Bett bereit legen: Großes Heft m. Bleistift + Büroklammer z. Orientierung am Blatt – Kopf leer kritzeln im Dunkeln beruhigt
  • Für den Fall nächtlichen Grübelns: Im Voraus im Kalender spezielle „55 Min. Extra-Denk-Zeit“ für’s Wochenende einplanen
  • Vorbereitung: Thermobecher mit Kräutertee, um ggf. beim Aufwachen wohltuend-beruhigend wärmende Schlucke zu trinken 
  • Oder Vorbereitung von homöop. Wasserglas-Methode, um sie ggf. beim Aufwachen anwenden zu können (med. Heilprakt. fragen)
  • Vorbereitung: Sitzgelegenheit außerhalb des Betts mit gemütlich warmer Decke, die ohne schlechtes Gewissen bei nächtlichem Aufwachen ggf. zum Lesen genutzt werden kann – bis mehr Müdigkeit eintritt und zurück zum Bett drängt…
  • Wer Vibration aus der Außenwelt körperlich spürt, sollte in einen anderen Raum umziehen. Ist das nicht machbar, können lange Urlaube und immer wieder Wochenenden abseits der Störquellen helfen. Je länger, desto besser dient es dem Nervensystem.
  • Innere Einkehr, Gebet, Meditation und ruhiger Rhythmus könnten helfen. Wären Klosteraufenthalt oder Sabbatical etwas für Dich?

3-4 Stunden vor dem Zubettgehen, vermeide…

  • Alkohol, weil er zu Blutzuckerschwankungen führen und unsere Tiefschlafphasen stören kann
  • schwere (Fett, Chips & Co.), üppige oder sehr süße Speisen und Getränke (dem Magen und Blutzucker zuliebe)
  • Koffein in Cola, Kaffee, schwarzem/grünem/z.T. auch in weißem Tee, hemmt unser Schlafhormon Melatonin – für manche sind die Getränke daher schon ab nachmittags oder sogar generell tabu. Es lohnt sich, dies 3 Wochen zu testen 

2-3 Stunden vor dem Zubettgehen, vermeide…

  • Arbeitstätigkeiten, die Dich geistig oder körperlich fordern
  • problematische (Telefon-)Gespräche ebenso wie Problem-Filme, Krimi, aktivierende Handy-/Computerspiele
  • Aktivität, Sport und Gymnastik (der Körper wird aktiviert, die Körpertemperatur erhöht – was entspannten Schlaf erschwert)

Genieße langsamen Tagesausklang: 1-2 Stunden vor dem Zubettgehen verzichte am besten auf…

  • auf Smartphone, PC u. TV (Blau-)Licht – es hemmt das Schlafhormon Melatonin, insb. Männer könnten hier reagieren (Studie s.u.)
  • auf Nikotin (ist zwar vertraut, aktiviert jedoch) – mache stattdessen etwas anderes zur Gewohnheit (z.B. mit vertrauten Düften s.u.)

Foto: © JES2022. Abend.

Mond und mehr

Foto: © JES2024. 

½ Stunde vor dem Zubettgehen:  Wähle drei hilfreiche „Werkzeuge“…

  • …und erledige die letzten Tätigkeiten immer in gleicher Reihenfolge – das schafft Ruhe und lieb gewonnene Gewohnheiten
  • erledigte Tagesziele auf Liste abhaken, ggf. auf neue Liste für Morgen/Übermorgen setzen – beugt nächtlichen Grübeleien vor
  • Stimme Dein System 20 langsame Atemzüge am offenen Fenster mit Blick auf den Abendhimmel ein, falls kein Spaziergang möglich war
  • Höre leise Entspannungsmusik, Meeresrauschen, Regengeräusche, Vogelzwitschern o.ä.
  • Nimm vielleicht ein Fußbad mit vertrauten Düften z.B. Lavendel, Vanille, Orange, Kamille, Zimt, Tonkabohne…
  • Die aktuelle Schlafforschung verspricht: Vertraute Düfte regelmäßig bzw. abends geschnuppert, beruhigen und helfen beim Schlafen (z.B. Vanille, Orange, Kamille, Lavendel, Nelke… Einsatz von Tonkabohne sogar in Kliniken), 2 Tropfen auf Nachtwäsche oder als Kissenspray
  • Kräuterkissen (Lavendel) neben das Kissen legen. (Vorsicht bei Heuschnupfen und Allergien!)
  • Autogenes Training im Liegen, ohne Stirn-Formel. Manch eine/r schläft auch hier schon ein…
  • Mini-Atemübung im Liegen: Bewusstes, langsames Einatmen und laaangsames Ausatmen im eigenen Rhythmus… bis der Schlaf anklopft
  • Paare: Kuscheln – doch eventuell getrennt schlafen und sich morgens wieder treffen (Schnarchen, unwillkürliche Bewegung, etc.)
  • Kurzer Body-Scan aus der Achtsamkeits-Meditation im Liegen… Einschlafen dabei durchaus erwünscht
  • Kleine Abfolge von Gebeten im Liegen (Hände neben dem Körper) stets in gleicher Reihenfolge: Nicht wenige Menschen berichten, dass Ihnen dabei bald schon die Augen zufallen und alles Denken und Rezitieren dem Schlaf weichen will, was sie gerne zulassen
  • Früher ins Bett (eher abends statt morgens duschen + Haare waschen). Blitzblank-und-rein-Gefühl durch Wasser lässt belastende Energien des Tages, Elementale, bestmöglich verschwinden und besser einschlafen
  • Früher ins Bett: …denn je älter wir werden, desto früher beginnt die Melatonin-Produktion am Abend (Schlafhormon aus Serotonin)
  • Puzzle 20 Minuten an einem beruhigenden Puzzle-Bild
  • 3-4 Maulbeeren (Bio!) knabbern, kann Schlaf erleichtern ebenso wie kleine Handvoll Nüsse (Vorsicht bei Allergien!)
  • Heißer Schlummertrunk: Haferdrink/Milch ggf. Honig oder Tee z.B. Hopfen, Lavendel, Melisse, Katzenminze, Baldrian, Passionsblume (med. Heilpraktiker zu Wechselwirkungen/Allergie-Potenzial fragen!)
  • Mädesüß-, Lindenblüten-, Kamillen- oder Ashwaganda-Tee sollen beruhigend und angstlindern wirken, Kortisolspiegel reduzieren (med. Heilpraktiker zu Wechselwirkungen/Allergie-Potenzial und zur Dosierung des Ashwaganda fragen – beeinflusst die Leber!)
  • Kakaoheißgetränk aus 100 % Kakao (kein Zucker), enthält Tryptophan und Magnesium 
  • Viertel schon braune Banane zerdrücken, vermischt mit Zitronensaft und 1 Prise Kreuzkümmel (ggf. 1 TL Joghurt) am Abend löffeln – wirkt beruhigend, soll die körpereigene Produktion von L-Tryptophan fördern: Voraussetzung für 5-HTP als Vorstufe von Serotonin, welches die Zirbeldrüse abends schließlich zu Melatonin ‚umbaut‘. Hoher Stress jedoch erschwert diese Umwandlungen s.o.
  • Sei Dir bewusst, dass es natürliche Phasen gibt, in denen es weniger leicht ist, zum Schlaf zu finden. Natürlicherweise öffnen sich mit dem nächtlichen Hormonlevel (u.a. Melatonin) auch die Pforten für grau gefärbte Sorgenschleifen. Stichworte aufschreiben für Grübelzeit, s.o.

Foto: © JES2024. 

Nächtliches Erwachen?
Experimentiere! Denn manche Menschen brauchen hier genau das Gegenteil…

  • Einige Fachleute sind der Meinung, wir Menschen hätten nie durchgeschlafen, weil wir nachts in unseren Höhlen wachen mussten…
  • Ob das stimmt? Allerdings sind zu bestimmten Zeiten einige Menschen tatsächlich nachts so „quicklebendig“, dass sich deren Energie erst in den frühen Morgenstunden beruhigt – sicher wären sie die wertvollsten Höhlen-Wächter/innen! s.u.
  • Wenn möglich, nutze beim Aufstehen nur gedämpftes Licht. Hast Du angenehme Nachtlichter?
  • Aufstehen, mit weichem Waschlappen warmes Wasser über Stirn, Gesicht, Hals, Hände, Arme u. Oberkörper streiche(l )n. Duschen?
  • Leichte Dehnübungen danach, erleichtern es wieder ins Bett zu kriechen.
  • Weitere Bewegung nötig? Progressive Muskelentspannung (PMR) im Liegen entspannt meist innerhalb von 20 Minuten.
  • 20 Atemzüge spüren: Hände im Sitzen oder Liegen auf Bauch, danach Brust, danach auf’s Dekolleté
  • Stille Gebete oder Mantren rezitieren ist einfach und es sind Wiederholungen, die müde machen und beruhigen können
  • Auf Sessel einkuscheln, mit Entspannungsmusik, Meeres-/Regengeräusche; bei warmem Licht lesen, Puzzeln, Mandala malen
  • Grübeleien? Themen in das bereit gelegte Heft kritzeln (Lösungsfindung auf die festgelegte „Denk-Zeit“ vertagen, s.o.)
  • Homöop. Wasserglas-Methode mit bestimmtem Mittel (mediz. Heilpraktiker fragen!) in kleinen Schlucken in 20 Minuten nippen
  • Ausnahmsweise 1 Stück Schokolade (mind. 80 % Kakao) langsam auf Zunge zergehen lassen – senkt den Herzschlag und beruhigt
  • Sanfte, langsame rhythmische Fingerbewegung (auf und ab), Arme überkreuz auf jeder Körperseite kann beruhigen (butterfly-hug)
  • Autogenes Training im Liegen, dabei die Formel „kühle Stirn“ weglassen
  • Atemübungen im Sitzen, langes Einatmen und ganz langsames Ausatmen. Dann dasselbe für kurze Zeit im Liegen
  • „Schäfchen zählen“ – aber rückwärts! Einatmen… 200, aus… 199, ein… 198, aus… 197, ein… 196, aus… 195…         3… 2… 1… 0
  • Versuche eine Einschlafmeditation

Körperspürsinn – für bestimmte Phasen, Zeiten, Zyklen und Rhythmen

Unsere Vorfahren hatten in ihrer – noch wenig vom Zeit- und Leistungsgedanken geprägten – Welt scheinbar eine besser trainierte Selbstauf-merksamkeit und Aufmerksamkeit für Umwelt und Universum…  Den Wissenden unter ihnen war klar, dass durchaus auch die inneren Systeme feinfühliger Menschen auf Wetterwechsel, verschiedene interstellar-planetare Konstellationen und natürlich lunare Rhythmen reagieren können. Feierten Urvölker deshalb den „Abschluss“ solcher Phasen mit Ritualen und rauschenden Festen?

Meteorologische, chronobiologische und lunare Muster sind bisher bei vielen Auffälligkeiten leider noch nicht von Interesse. Der frühere ‚Biorhythmus‘ der fast schon als esoterisch galt, wird heute als Chronobiologie bezeichnet und ist ein hochpräzises Forschungsfeld mit Nobelpreis. Doch noch immer ist vieles nicht erforscht. Dabei unterliegen viele biologische Prozesse z.B. den Rhythmen und Wechseln der Monde, beispielsweise 8 1/2 Tage vor Voll-/Neumond, länger vor Equinox, selten auch Solstitium. Während dieser Phasen scheint Energie sich häufig erst in den frühen Morgenstunden zu „beruhigen“, was auch robuste, durchtrainierte Körper mitunter kaum zur Ruhe kommen lässt. Zu bestimmten Zeiten spüren viele eine subtile innere Unruhe, ohne dies konkret benennen zu können – tagsüber oft müde, nachts hellwach. Manche merken Gereiztheit und Streitlust oft eher bei ihren Kindern, als sich selbst. Gewebe und Wasserhaushalt: Körpersysteme scheinen leicht verändert. Die Aufmerksamkeit für die eigene Innenwelt steht in der Hektik des Alltags jedoch häufig an letzter Stelle. Erst wenn wir an Ort und Stelle darauf aufmerksam (gemacht) werden, überschreitet das Gespür dafür die Schwelle zum Bewusstsein…

 Körperspürsinn … 


…gute Nacht!

Foto: © JES2024. Erholsamer Schlaf.

Literatur und Studien:

Studie Fraunhofer ISI:
Cuhls, K.; Gutknecht, R.; Heyen, N.; Mork-Antony, F.; Kantermann, Th. (2024): Chronobiologie für eine gesunde Gesellschaft der Zukunft. Projekt CIRCADIA – Circadiane Rhythmen und Technologie. Fraunhofer ISI, Karlsruhe, und FOM Hochschule, Essen. DOI: 10.24406/publica-3037

Kurzbeschreibung Studie „Mittagsschlaf verbessert Lernfähigkeit“, Uniklinik Freiburg, Januar 2026

Studie Uniklinik Freiburg, Januar 2026 „Mittagsschlaf verbessert Lernfähigkeit“, englischsprachig

**Schlaftypen nach Dr. Michael J. Breus: 4-Tiere-Modell Bär, Löwe, Wolf, Delfin. Ideale Arbeitszeit für Bären sind nine-to-five Jobs. Der Bär schläft meist gut. Tages- und Leistungsstart für Löwen ist sehr früh am Morgen, Schlafzeit ist selten nach 22 Uhr – sie verstehen sich quasi als Lerchen. Wölfen sind nine-to-five Jobs suspekt – sie sind absolute Nachteulen. Delfine auf Mittagsschlaf verzichten, sie berichten oft von Perfektionismus und sehr leichtem Schlaf:  Schlaftypen nach PhD Michael J. Breus (u.a. der „Dolphin“), englischsprachig

Schlaftypen Wolf, Bär, Löwe, Delphin, kurz erklärt auf SWR 3


Disclaimer:

Meine Arbeit beinhaltet keine Diagnosestellung, keine Garantie auf erhoffte Ergebnisse, auf Vollständigkeit, Korrektheit oder Aktualität. Meine Arbeit dient der Entspannung und Entlastung, sie ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Wenn Du unsicher bist, ob etwas für Dich geeignet ist, sprich bitte vorher mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Fachperson Deines Vertrauens.